Hobbyjäger

Es gibt Jäger, die einen Hautausschlag bekommen, wenn sie das Wort „Hobbyjäger“ hören. Das ist begreiflich, denn das verbreitete Bild vom „Hobbyjäger“ können die Jagdgegner als Erfolg verbuchen. Über Jahrzehnte haben sie diesen Begriff konsequent in allen möglichen Medien eingesetzt und er hat sich mit seinem negativen Beigeschmack eingebürgert. Der sogenannte Hobbyjäger hat aber noch eine andere Seite: Selbst wenn die Jagd für den Jäger ein zentraler Lebensinhalt ist, eine Lebensaufgabe, so findet sie – mit Ausnahme des Berufsjägers – in seiner Freizeit statt. Die Jagd ist im besten Sinne des Wortes eine Freizeitbeschäftigung. Und was ist der beste Sinn des Wortes?

Freizeit und freiwillig gehören zusammen. Der Jäger leistet Freiwilligenarbeit im Dienste der Allgemeinheit, ganz ähnlich wie dies Gemeinderäte, Feuerwehrleute oder Samariter auch tun. Das freiwillige Engagement bringt Freude und Befriedigung, manchmal auch Kummer und Sorgen. Es kommt aber niemandem in den Sinn, Gemeinderäte, Feuerwehrleute und Samariter despektierlich als Hobbygemeinderäte oder Hobbyärzte zu bezeichnen. Auch deren Leistungen werden gewürdigt. Es ist ein Erfolg der Jagdgegner, dass sie es geschafft haben, für die Allgemeinheit den Blick auf die Leistungen der Milizjäger zu vernebeln. Bewerkstelligt haben sie das unter Verwendung von Schlagworten wie „Lusttöter“ oder „Bambikiller“, deren beängstigende Einfachheit nur selten ihre Wirkung verfehlt.